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St. Vitus Schule

Das Erziehungskonzept

1. Grundsätzliches

Das vorliegende Erziehungskonzept dient uns bei allen wichtigen Punkten als Orientierungshilfe und ist gleichzeitig das Ziel der gesamten pädagogischen Arbeit. Die Kinder, die aus verschiedenen Familien mit unterschiedlichen Erziehungsvorstellungen, unterschiedlichen Werten, unterschiedlichen Regeln etc. zu uns an die Schule kommen, sollen zu mündigen Menschen erzogen werden. In der Schule wollen wir eine Lernumgebung schaffen, in der sich Kinder und Erwachsene ernst- und angenommen fühlen, Zuwendung erfahren und ihre Individualität entfalten können. Sie lernen eigene Grenzen und die der Anderen kennen und lernen anzuerkennen, zwischen Person und Handlung zu unterscheiden, um so schrittweise zu einem friedvollen Miteinander zu finden.

Um erfolgreich miteinander leben und arbeiten zu können, gelten an unserer Schule verbindliche Regeln, Umgangsformen und Werte. Diese sollen von allen Beteiligten getragen werden können und somit auch für alle gelten.

 

2. Zusammenarbeit mit den Eltern –Der Erziehungsvertrag

Der Erziehungsvertrag wird zwischen den Eltern und dem Lehrerkollegium geschlossen und beinhaltet die Einhaltung wichtiger Regeln, die von beiden Seiten einzuhalten sind, um erfolgreich durch die Grundschulzeit gehen zu können. Am ersten Elternpflegschaftsabend zu Beginn des 1. Schuljahres stellt die Klassenlehrerin diesen Erziehungsvertrag den Eltern vor und erklärt die Inhalte. Der Vertrag wird sowohl von den Eltern als auch von der Klassenlehrerin in doppelter Ausführung unterschrieben. Ein Exemplar ist für die Eltern bestimmt, das Duplikat verbleibt bei der Klassenlehrerin.

 

3. Schul-/Pausen-/Klassenordnung

Die Schulordnung der St. Vitus Schule regelt die Angelegenheiten, die sich auf die spezielle Situation unserer Schule beziehen. Sie macht Aussagen zu Beginn und Ende der Unterrichtszeiten, Unterrichtspausen, Verlassen des Schulgeländes, Ordnung im Schulbereich und der Klasse.

Die Pausenordnung ist in einem Ordner im Lehrerzimmer zu finden und hängt beim Hausmeister für alle Schülerinnen und Schüler sichtbar aus. In allen Klassen werden Klassenordnungen gemeinsam erarbeitet, die zuweilen unterschiedlich ausfallen, aber im Großen und Ganzen ähnliche Regeln beinhalten (z..B. Ich melde mich, wenn ich etwas sagen möchte. oder Ich höre anderen zu.) Alle Regeln werden am Anfang des Schuljahres mit allen Kindern wiederholt und besprochen.

 

4. Motto des Monats: Ein höflicher Gruß, ein freundliches "Bitte" oder "Danke"...

Werte und Normen sind die Grundlage für das Auskommen in einer Gemeinschaft. Uns ist der wertschätzende Umgang miteinander wichtig. Der Umgangston und das Verhalten soll an unserer Schule so höflich, rücksichtsvoll und ehrlich sein, dass sich alle an der Schule wohlfühlen können. Diese Selbstverständlichkeiten gehen jedoch in der Hektik des Alltags gelegentlich verloren, sodass wir diese in ein "Motto des Monats" aufnehmen.

Jeden Monat gilt demnach ein Motto, das alle an der Schulfamilie Beteiligten verstärkt und bewusst einüben wollen. Im Hausmeisterraum und in den Klassenzimmern finden die Kinder altersgerechte Hinweisschilder mit dem aktuellen Motto.

 

5. Das Streitschlichterprogramm

Nach einer Einführung in das Thema "Streitschlichten" im Rahmen des Sachunterrichts im 3. Schuljahr, werden insgesamt 8 Kinder in einer zusätzlichen Blockveranstaltung außerhalb der Unterrichtszeit zu Streitschlichtern ausgebildet. (Konzept zum Erlernen einer Technik des Streitschlichtens s. Anhang). Diese Kinder dürfen dann mit Beginn des 4. Schuljahres zunächst montags, mittwochs und freitags, später dann jeden Tag, in der ersten großen Pause auf dem Schulhof als Streitschlichter tätig sein. Die Streitschlichter spielen ebenfalls in der Pause wie alle anderen Kinder, sind aber an ihren leuchtenden Westen zu erkennen. Die Einteilung, wer wann Dienst hat, übernimmt die Schulsozialarbeiterin Frau Janzen. Streitigkeiten zwischen Schülern werden mit Hilfe der Streitschlichter nicht auf dem Schulhof geklärt, sondern an einem extra dafür vorgesehenen "Arbeitsplatz" (im Essensraum der OGS).

Ablauf einer Streitschlichtung, s. Anhang. In einem Streitschlichterbuch werden ggf. die Ergebnisse einer erfolgreichen Schlichtung dokumentiert. Montags, mittwochs und freitags steht Frau Janzen den Streitschlichtern ggf. unterstützend zur Verfügung. An den anderen Tagen wenden die Kinder sich bei Schwierigkeiten ggf. an ihre Klassenlehrerinnen.

 

6. Klassenbezogene Maßnahmen für ein friedvolles Miteinander und eine angenehme Arbeitsatmosphäre

Jedes Kind hat das Recht auf eine gute Lernumgebung und die Pflicht, diese störungsfrei zu ermöglichen. Um dies zu gewährleisten, erarbeitet jeder Klassenlehrer an unserer Schule gemeinsam mit den Schülern eigene Klassenregeln, wie z.B.:

  • Wir melden uns.
  • Wir hören einander zu.
  • Wir arbeiten still.
  • Wir helfen einander…etc.

Er bespricht mit ihnen auch mögliche Konsequenzen bei Nichteinhaltung der vereinbarten Regeln. An unserer Schule hat sich das Ampelsystem als visuelle Erinnerung für die Kinder bewährt:

  • Grün = Regel eingehalten
  • Gelb = Erinnerung – wiederholen und erklären der Regel
  • Rot = wiederholter Verstoß – Konsequenz folgt

Bei Einhaltung der Regeln (grün, gelb) erfahren die Kinder eine positive Verstärkung durch eine Belobigung (wöchentlich) in Form eines Sternchens, eines Stempels, eines Smily o.ä.

Ist eine bestimmte Anzahl dieser Anerkennungen erreicht, dürfen sie als Belohnung ein Spiel im Sportunterricht auswählen oder sie erhalten einen Hausaufgabengutschein o.ä. Hält sich ein Kind nicht an die vereinbarten Klassenregeln (rot), so wird die besprochene Konsequenz je nach Jahrgang und Verstoß wirksam.

 

7. Hausaufgaben

In allen Klassen werden täglich Hausaufgaben in verschiedenen Fächern gestellt, die die Schüler schriftlich notieren. Sie dienen der Übung, Festigung und Vertiefung der Unterrichtsinhalte. Sinnvoll ist eine Differenzierung dem individuellen Lerntempo und Lernvermögen entsprechend. In den Klassen 1 und 2 sollte die häusliche Arbeitszeit ca. 30 Minuten betragen, in den Klassen 3 und 4 ca. 45 Minuten. Dieses ist ein Richtwert, der gelegentlich auch unter- bzw. überschritten werden kann. Alle Hausaufgaben sind vom Lehrer regelmäßig zu kontrollieren und zu würdigen. Bei fehlenden Hausaufgaben werden die Eltern schriftlich darüber informiert (entweder über das Hausaufgabenheft oder einen entsprechenden Vordruck). In extremen Fällen wird das Gespräch mit den Eltern gesucht.