Gedenkveranstaltung zur Reichstprogromnacht in Südlohn

Ergreifender Festakt mit dem Thema "Riga"

Jedes Jahr am 9.11. jährt sich der Tag der sogenannten Reichsprogromnacht -  der Nacht, in der sich im Jahr 1938 der ganze Haß gegenüber den jüdischen Mitbürgern entlud und in der Synagogen brannten und jüdisches Eigentum zerstört oder geraubt wurde.

Alljährlich findet dazu eine Gedenkveranstaltung des Arbeitskreises für Toleranz gegen Rechtsextrmismus und Gewalt in Südlohn auf dem Platz der Synagoge statt.

In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem besonderen Motto „Riga“. Nach Riga wurden viele jüdische Mitbürger verschleppt und schließlich im Wald von Biekernieki ermordet. Die Deportationslisten auf denen auch die Südlohner Jüdinnen und Juden zu finden sind, blieben bis heute erhalten.

Während der diesjährigen Veranstaltung wurden die Bilder der deportierten Mitbürger, darunter auch Pater Elpidius und Aufnahmen von den unfassbaren Geschehnissen im Wald von Biekernieki auf eine Hauswand projeziert.

Die dem jüdischen Volk eigene Klezmermusik, die von einer Klarinette live zu den Fotos gespielt wurde, sorgte für große Betroffenheit und ließ die Beklemmungen, die viele Menschen in dieser Nacht gefühlt haben müssen, fast real werden.

Nach dem Festakt auf dem Platz der Synagoge wurden an allen Stolpersteinen im Gemeindegebiet  Rosen niedergelegt. Am Tag zuvor hatten Jugendliche aus der Gemeinde gemeinsam mit Franjo Rickers die Stolpersteine poliert. Die Veranstaltung endete auf dem alten jüdischen Friedhof, der festlich illuminiert war.

In diesem Jahr wurde ein kurzer Dokumentarfilm zum Thema gedreht, den Sie sich hier ansehen können.

Die Veranstaltung wurde organisiert vom Arbeitskreis für Toleranz gegen Rechtsextremismus und Gewalt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Südlohn.

Gefördert durch den Aktionsfonds „Demokratie fördern“ des Kreises Borken.