Stolpersteine reinigen – Erinnern und Gedenken in Südlohn
Jugendwerk und Arbeitskreis für Toleranz gegen Rechtsextremismus und Gewalt laden zur gemeinsamen Putzaktion am 6. November ein.
Die Stolpersteine in Südlohn erinnern wie an vielen anderen Orten an Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Mit ihrer Reinigung setzen Jugendliche und Verantwortliche auch in diesem Jahr ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen und für ein respektvolles Miteinander.
Am Freitag, 6. November 2026, von 15 bis 18 Uhr findet die traditionelle Putzaktion statt.
Sie wird gemeinsam vom Arbeitskreis für Toleranz gegen Rechtsextremismus und Gewalt und dem Jugendwerk Südlohn-Oeding organisiert. Treffpunkt ist das Jugendhaus Oase. Von dort aus geht es gemeinsam zum Platz der ehemaligen Synagoge. Nach einer Einführung in die Geschichte der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Südlohns werden die Stolpersteine gereinigt.
Die kleinen, in das Pflaster eingelassenen Gedenksteine erinnern an Menschen, die einst mitten in unserer Gemeinde lebten und deren Leben durch die nationalsozialistische Verfolgung gewaltsam zerstört wurde. Zu ihnen gehörten unter anderem die Familie Löwenstein, Dr. Julius Wolff und Gustav Landau. Auch an Pater Elpidius wird erinnert, der 1942 im Konzentrationslager Dachau an den Folgen der erlittenen Entbehrungen starb.
Über viele Jahre hinweg wurde die Stolpersteinaktion von Franjo Rickers begleitet. Mit seinem Engagement für die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus hat er diese Tradition wesentlich mitgetragen. Sein handwerkliches Geschick als Steinmetz kam dabei sehr gelegen. Zum ersten Mal werden die Jugendlichen die Stolpersteine ohne seine Begleitung reinigen.
Die Putzaktion ist dafür ein konkreter Beitrag, Erinnerung wachzuhalten und die Geschichte an jüngere Generationen weiterzugeben. Sie macht deutlich, dass die Namen und Schicksale hinter den Stolpersteinen nicht in Vergessenheit geraten dürfen.
Der Arbeitskreis für Toleranz gegen Rechtsextremismus und Gewalt und das Jugendwerk freuen sich über alle Kinder und Jugendlichen sowie alle übrigen Interessierten, die sich beteiligen und gemeinsam ein Zeichen für Erinnerung, Toleranz und Menschlichkeit setzen möchten.
Kontakt für Presse und Medien:
Gemeinde Südlohn
Büro des Bürgermeisters
- Pressestelle -
Winterswyker Str. 1, 46354 Südlohn
Ansprechperson:
Markus Lask
Bürgermeister
Telefon: +49 2862 582 11
E-Mail: presse(at)suedlohn.de
- - -
Besuchen Sie uns auch auch auf unseren Social-Media Kanälen. Wir freuen uns auf einen Austausch mit Ihnen.